Kinder

Bild: Oksana Kuzmina – Fotolia

Wenn Sie gemeinsame Kinder haben, so sind im Zuge der Trennung Unterhalt, Aufenthalt und Umgang zu regeln.

Hier brauchen Sie früh klare Informationen.

 

Wenn Sie mit Ihrem Mann gemeinsame Kinder haben, dann muss bei der Trennung geregelt werden, bei wem die Kinder oder das Kind leben/lebt und wie der Umgang mit dem anderen Elternteil geregelt wird.

Dies ist meistens ein hochemotionales Thema, gerade für Sie als Frau, da Sie meist den Hauptanteil der Betreuung und Erziehung der Kinder übernommen haben und möchten, dass die Kinder so wenig wie möglich unter der Trennung leiden.

Da im Zuge der Trennung die Kommunikation mit dem Ehepartner meist schwierig werden kann, ist und oft auch große Unsicherheiten im Hinblick auf das Sorge- und Umgangsrecht bestehen, gibt es hier ein großes Streitpotential, das dann wiederum sehr die Kinder belasten kann. Diese geraten dann auch häufig in einen Loyalitätskonflikt , da sie im Normalfall ja beide Elternteile lieben.

Auch deshalb ist es wichtig, sich schnell fachanwaltliche Hilfe zu holen, um Klarheit über die Lage und die wichtigsten Fakten zu bekommen.

Meine Aufgabe dabei ist es, Sie umfassend über die Rechte Ihrer Kinder und Ihre Rechte in Bezug auf die Kinder zu informieren und die für Ihre Kinder und Sie beste Lösung gemeinsam mit Ihnen zu erarbeiten und dann einen Konsens mit dem Kindesvater zu finden.

Das Sorgerecht verbleibt in der Regel bei beiden Elternteilen. Nur in Ausnahmefällen können Sie die Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf sich beantragen. Wenn die Kinder bei Ihnen leben, dann treffen Sie jedoch auch bei gemeinsamem Sorgerecht alle Entscheidungen des täglichen Lebens selbst. Nur bei wichtigen Entscheidungen, wie z.B.  Wahl des Kindergartens, Einschulung, Auswahl der weiterführenden Schule, vermögensrechtlichen Angelegenheiten, wie z. B. Eröffnung eines Kontos für Ihr Kind, planbaren Operationen etc. benötigen Sie die Zustimmung und Unterschrift des mitsorgeberechtigten Vaters.

Dem Kindesvater steht natürlich – im Normalfall – ein Umgangsrecht zu, das möglichst einvernehmlich unter Berücksichtigung des Wohls und der Interessen der Kinder gestaltet werden sollte. Die Regelung ist auch von äußeren Umständen, wie z.B. der räumlichen Entfernung des nicht betreuenden Elternteils und dem Alter der Kinder abhängig. Sind die Kinder noch klein, sollte der Umgang häufiger aber über kürzere Zeiträume stattfinden, als bei älteren Kindern. Wohnt der Vater weiter weg, bietet es sich an, den Kontakt seltener, aber zeitlich länger zu gestalten.

Ist es nicht möglich eine einvernehmliche Lösung zu finden, dann muss das Familiengericht eingeschaltet werden, das dann z.T. unter Einschaltung eines Sachverständigen eine den Bedürfnissen und dem Wohl der Kinder (zumeist) gerecht werdende Umgangsregelung trifft.

Oft haben wir Frauen, wenn wir, durch die Trennung ohnehin emotional stark belastet, mit der Geltendmachung eines umfangreichen Umgangsrechts durch den Kindesvater konfrontiert werden, starke Verlustängste. Diese sind jedoch den meisten Fällen unbegründet.

Wichtig ist auch die Regelung der Kindesunterhaltsansprüche. Sie als betreuende Mutter haben einen Anspruch auf Kindesunterhalt für Ihre Kinder.

Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach dem Alter der Kinder und dem Einkommen des unterhaltspflichtigen Vaters. Er wird dann unter Zuhilfenahme der Düsseldorfer Unterhaltstabelle ermittelt.

Selbstverständlich können Sie sich auch bei diesem Thema auf meine kompetente Hilfe verlassen.